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Beim Festakt anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Kinderzentrums „Nadeshda“ sprach Botschafter Huterer ein Grußwort.

Festakt anlässlich des 25. Bestehens des Kinderzentrums „Nadeschda“

Festakt anlässlich des 25. Bestehens des Kinderzentrums „Nadeschda“, © "Nadeshda"

25.09.2019 - Artikel

Sehr geehrter Herr Direktor Makuschinskij,

liebe Astrid Sahm,

herzlichen Dank für die Einladung und die Möglichkeit, zu Ihnen zu sprechen.

Ich verspreche, keine lange Rede zu halten.

Was ich an Ihrem heutigen Geburtstag vor allem will, ist, Sie zu beglückwünschen und Ihnen meinen tiefen Dank auszusprechen.

Nadeschda wird 25 Jahre alt. Dies ist in der Tat ein Grund zu feiern.

Die Nuklearkatastrophe in Tschernobyl 1986 hat unsägliches Leid über viele Menschen gebracht.

Viele Europäer zeigten sich betroffen – und solidarisch, obwohl in jener Zeit bekanntermaßen noch der Kalte Krieg Europa teilte. Auch in Deutschland gab es zahlreiche Menschen, die helfen wollten.

So hat diese Katastrophe auch viele Menschen zusammengebracht.

Die vielen Tschernobylinitiativen haben mit Hilfsaktionen und Einladungen insbesondere von belarussischen Kindern und Jugendlichen nach Deutschland  persönliche Kontakte  und Freundschaften zwischen Belarussen und Deutschen entstehen lassen.

Aus der Betroffenheit über die Folgen von Tschernobyl ist aus belarussisch-deutscher Initiative und als belarussisch-deutsches Gemeinschaftsunternehmen das Kinderzentrum Nadeschda entstanden.

Nadeschda ist in vielem eine unikale Einrichtung: Es ist Erholungs-, Bildungs- und ökologische Zukunftswerkstatt in einem.

Von 1994 bis 2019 konnten sich über 110.000 Kinder aus den kontaminierten Gebieten oder Kinder und Jugendliche, die aufgrund anderer Umstände besonderer Aufmerksamkeit und Fürsorge bedürfen, im Zentrum erholen.

Gleichzeitig wird die ganzheitliche Bildung der Kinder gestärkt und Inhalte gelehrt, die den Kindern helfen sollen, ihre Talente zu entdecken und Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl zu entwickeln.

Außerdem fördert Nadeschda ökologische Landwirtschaft und alternative erneuerbare Energien mit hoher Symbolkraft für Belarus.

Nadeschda steht aber vor allem dafür, was erreicht werden kann, wenn viele verschiedene Kräfte – belarussische, deutsche, internationale, staatlichen wie nichtstaatliche - zum Wohle von Hilfsbedürftigen zusammenwirken.

Das wäre nicht möglich ohne den Einsatz der hauptamtlichen, aber maßgeblich auch der Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren.

Als langfristig gemeinsames Projekt im Bereich Humanitäres und Soziales hat Nadeschda wesentlich dazu beigetragen, das Fundament der deutsch-belarussischen Zusammenarbeit zu stärken.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Nadeschda, liebe mit Nadeschda verbundene Ehrenamtliche, liebe Partner von Nadeschda aus Nah und Fern:

Herzlichen Dank für ihr großartiges Engagement. Machen Sie weiter mit ihrer Arbeit.

Nochmals herzlichen Glückwunsch. Sie haben meinen größten Respekt und meine höchste

Anerkennung.

 

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