Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Programm des Auswärtigen Amts

Zivilgesellschaftliches Engagement fördern

Zivilgesellschaftliches Engagement fördern, © Potsdam Media International e.V.

18.10.2018 - Artikel

„Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland“

Seit 2014 ermöglicht das Programm zum Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen, ihre Rolle als zentrale Akteure und wichtige Partner staatlichen Handelns wahrzunehmen.

Das Programm zum Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft hat in den letzten fünf Jahren mit über 2.600 eingereichten Projektideen und der Umsetzung von mehr als 900 Projekten im Gesamtvolumen von rund 63 Mio. zahlreichen Organisationen der Zivilgesellschaft ermöglicht, ihre Rolle als zentrale Akteure und wichtige Partner staatlichen Handelns wahrzunehmen. Bis zum 23. November 2018 können Projektideen im Rahmen eines Beratungsverfahrens vorgestellt werden.

Die Bundesregierung fördert Maßnahmen, die durch die Zusammenarbeit der deutschen Zivilgesellschaft mit den Zivilgesellschaften in den Ländern der Östlichen Partnerschaft (Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Republik Moldau, Ukraine) und Russland die notwendigen Transformations- und internen Integrationsprozesse in umfassender Weise unterstützen. Dies schließt die gesamte Bandbreite kultureller und bildungspolitischer Projektarbeit – insbesondere Medien, Wissenschaft, Bildung inkl. beruflicher Bildung, Kultur, Sprache und Jugendarbeit – ein. Um sozialen Zusammenhalt und den Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen in der Region zu stärken und die Grundlagen einer freiheitlich-demokratischen und pluralistischen Grundordnung zu fördern, sollen möglichst viele engagierte Akteure sowohl aus ländlichen Gebieten als auch aus urbanen Zentren der Zielländer eingebunden werden.

Eines der Ziele des Programms ist der Auf- und Ausbau einer pluralistischen Medienlandschaft und damit verbunden die Stärkung von Anerkennung und Respekt vor der Vielfalt der Meinungen innerhalb der Gesellschaft. Dieses Ziel soll u.a. über die Aus- und Fortbildung von Journalisten, Bloggern und anderen Medienakteuren sowie Projekte zur Stärkung der Medienkompetenz, z.B. an Schulen und Universitäten, erreicht werden.

Die Förderung von Wertediskursen über fundamentale Grundwerte wie Achtung der Menschenrechte, Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, Unabhängigkeit der Gerichte, das Recht der Persönlichkeit auf Leben und freie Entfaltung und dem Prinzip der Mehrheitsentscheidung durch Austausch- und Kulturprojekte sowie zivilgesellschaftlichen Dialog stellt ein weiteres wichtiges Ziel des Programms dar.

Darüber hinaus sollen insbesondere jungen Menschen Zukunftsperspektiven für die eigene wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Entwicklung gegeben werden. Aus- und Fortbildungsprojekte werden hierbei als Fundament verstanden, auf dem jeder Mensch seine ganz persönlichen Zukunftsperspektiven und Träume aufbaut, und stehen daher ebenfalls im Zentrum des Programms.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Wiederherstellung der Bereitschaft zu Dialog und Verständigung zwischen Gesellschaften, deren Staaten Parteien eines Territorialkonfliktes sind. Die ungelösten Spannungen aufgrund unterschiedlicher geschichtlicher Narrative haben auch zu einer tiefen Spaltung der Zivilgesellschaften geführt. Gefördert werden daher Menschen und Organisationen, die sich mit den betroffenen Gruppen um das Verstehen der Perspektive der jeweils anderen Seite bemühen und hieraus Kompromissbereitschaft entwickeln.

Projektskizzen (auf Deutsch oder Englisch) können bis 23.11.2018 über die Webseite https://oepr.diplo.de

eingereicht werden.

Weitere Informationen unter http://t1p.de/jqrt

nach oben